KPC Typing: Zehnfingersystem online lernen – Funktionen
Wer das Zehnfingersystem lernen möchte, sucht meist einen Tipptrainer, der ohne Umwege funktioniert. KPC Typing (kpctyping.com) ist ein kostenloser Online-Tipptrainer mit integriertem Schreibtest, der direkt im Browser läuft: keine Registrierung, keine Installation. In diesem Artikel stellen wir die Funktionen im Einzelnen vor und erklären, was sie beim Lernen konkret bewirken. Wer gleich loslegen will, findet den Kurs auf der deutschen Übungsseite.
Zehnfingersystem lernen im Browser: das Grundprinzip
KPC Typing ist eine Webseite, kein Programm. Sie öffnen die Seite, wählen Ihre Sprache und beginnen mit der ersten Lektion. Der Lernfortschritt wird im selben Browser gespeichert. Das bedeutet auch: Es gibt kein Benutzerkonto, und der Fortschritt wird nicht zwischen Geräten synchronisiert. Wer abwechselnd am Büro-PC und am Laptop zu Hause übt, hat auf jedem Gerät einen eigenen Stand. Finanziert wird die Seite durch Werbung, die auf den Seiten eingeblendet wird.
Neben Deutsch stehen insgesamt 21 Sprachen zur Verfügung, darunter Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch (Brasilien ABNT2 und Portugal PT), Italienisch, Niederländisch, Schwedisch, Polnisch, Türkisch (Q), Ukrainisch, Russisch, Koreanisch, Japanisch (Kana JIS und Romaji), Hindi (INSCRIPT), Arabisch (101), Thai (Kedmanee), Indonesisch, Malaiisch, vereinfachtes Chinesisch (Pinyin) und Vietnamesisch.
Der 10-Tage-Kurs Schritt für Schritt
Für jede Sprache gibt es einen Kurs über zehn Tage mit jeweils zehn Lektionen pro Tag. Der Aufbau folgt einer festen Reihenfolge:
- Tag 1–3: Grundreihe, obere Reihe, untere Reihe. In diesen ersten drei Tagen brauchen Sie weder Shift noch AltGr.
- Tag 4: Shift, Großbuchstaben und Satzzeichen.
- Tag 5: sprachspezifische Buchstaben – im Deutschen also ä, ö, ü und ß.
- Tag 6: Zahlen und Sonderzeichen (Daten, Preise, E-Mail-Adressen).
- Tag 7: häufige Wörter und Wörter nach Themen.
- Tag 8–9: Sätze und ganze Absätze.
- Tag 10: Abschlusstest.
In den ersten Tagen ist die Arbeit ausgewogen auf beide Hände verteilt. So gewöhnen sich von Anfang an beide Hände an ihre Tasten, nicht nur die stärkere.
Bildschirmtastatur im echten QWERTZ-Layout
Die Bildschirmtastatur zeigt das deutsche QWERTZ-Layout so, wie es auf einer deutschen Tastatur liegt. Auf den Tasten stehen das normale Zeichen, das Zeichen mit Shift und – wo vorhanden – das AltGr-Zeichen. Bei Sprachen mit nicht-lateinischer Schrift sind die Tasten wie mit Aufklebern beschriftet: lateinische Taste, Shift-Zeichen und das Zeichen der jeweiligen Schrift. Während des Tippens leuchtet die nächste Taste auf. Braucht ein Zeichen die Umschalttaste, leuchtet die Shift-Taste der jeweils anderen Hand. Eine animierte Handgrafik zeigt zusätzlich, welcher Finger die Taste anschlagen soll. Gerade am Anfang hilft das, den Blick von der eigenen Tastatur zu lösen.
Layout-Emulation: Üben ohne Tastatureinstellung
Eine Besonderheit ist die eingebaute Layout-Emulation. Für die meisten Sprachen bildet die Seite das nationale Layout auf jeder physischen Tastatur nach. Sie müssen das jeweilige Tastaturlayout also nicht im Betriebssystem installieren. Tottasten wie ´, ^, ¨ und ~ werden zusammengesetzt, koreanische Silben werden gebildet, und Thai-, Hindi- oder arabische Zeichen werden erzeugt. Ist die Tastatur oder der Eingabe-Editor im System bereits eingerichtet, funktioniert er weiterhin wie gewohnt.
Es gibt Ausnahmen: Für Vietnamesisch nutzen Lernende ihre eigene Telex-Eingabemethode, zum Beispiel Unikey. Im Chinesischen werden nur die Pinyin-Buchstaben geübt; eine Umwandlung in chinesische Schriftzeichen findet nicht statt. Auf Smartphones und Tablets kommt die Bildschirmtastatur des Geräts zum Einsatz, die Emulation greift dort nicht.
Praktisch ist die Emulation zum Beispiel, wenn Sie neben Deutsch eine zweite Sprache wie Französisch oder Polnisch tippen lernen möchten, ohne dafür die Systemeinstellungen zu ändern.
Schreibtest: Tippgeschwindigkeit und Genauigkeit messen
Der Schreibtest verwendet klassische, gemeinfreie Texte der jeweiligen Sprache, etwa Gedichte und Sprichwörter. Als Ergebnis erhalten Sie die Geschwindigkeit in WPM (Wörter pro Minute, wobei ein Wort fünf Anschlägen entspricht) und die Genauigkeit. Fehler zählen auch dann, wenn Sie sie mit der Rücktaste korrigieren. Ein falsch getipptes Zeichen erscheint rot, darunter steht das richtige Zeichen. So sehen Sie sofort, an welcher Stelle der Fehler lag.
Das Ergebnis lässt sich über WhatsApp, Facebook, X, Telegram, LinkedIn und andere Dienste teilen; dafür gibt es eine eigene Vorschauseite.
Minispiele, Themen und Blog
Zur Abwechslung gibt es Minispiele: Ballons platzen lassen, einen Bienen-Shooter, Boss Rush, bei dem Sie Wörter tippen, um Bosse zu besiegen, und eine 60-Sekunden-Tempo-Challenge. Für die Darstellung stehen vier Themen bereit: hell, dunkel, altes Papier und ein Kinder-Thema. Im Blog erscheinen Artikel rund ums Tippen in jeder Sprache.
Grenzen, die Sie kennen sollten
- Kein Konto, keine Synchronisation: Der Fortschritt bleibt im jeweiligen Browser und wandert nicht auf andere Geräte mit.
- Werbung: Die Seite ist kostenlos und zeigt dafür Anzeigen.
- Mobilgeräte: Auf Smartphones und Tablets gibt es keine Layout-Emulation.
- Sonderfälle: Vietnamesisch setzt eine eigene Telex-Eingabemethode voraus; Chinesisch übt nur Pinyin ohne Umwandlung in Schriftzeichen.
Für wen eignet sich das Angebot?
Der Kurs richtet sich an Menschen, die das Zehnfingersystem in einem klar gegliederten Ablauf lernen wollen – in ihrer eigenen Sprache und ihrem eigenen Layout, ohne etwas zu installieren. Wer mehrere Sprachen tippt, kann zwischen den Kursen wechseln. Wie sich KPC Typing von TypingClub, Monkeytype, Keybr und anderen Werkzeugen unterscheidet, lesen Sie im Vergleich der Tipptrainer. Den ersten Kurstag können Sie direkt auf der Übungsseite für das Zehnfingersystem beginnen.